Laufen bei Regen

Laufen bei Regen und schlechtem Wetter: 3 wertvolle Tipps

Regen ist für die meisten nicht unbedingt das beste Wetter, um draußen Sport zu machen. Sei es Radfahren, Yoga, Fußball oder eben Laufen. Der Regen läuft in die Augen, durchnässt die Kleidung und man beginnt schneller zu frieren. Doch gerade beim Joggen hat Regen seinen ganz eigenen Charme, den Du nicht verpassen solltest! Laufen bei Regen hat viele Vorteile, an die Du im ersten Moment vielleicht nicht denkst. Im Folgenden geben wir Dir Tipps, wie Du Dich auf Deinen Regenlauf am besten vorbereitest und zeigen Dir, warum Du unbedingt regelmäßig auch bei „schlechtem“ Wetter joggen gehen solltest! 


Laufen bei Regen


Laufen im Regen hat viele Vorteile

Welche Vorteile kann es schon haben, bei nassem und womöglich auch noch kaltem Wetter joggen zu gehen? Holt man sich da nicht höchstens eine dicke Erkältung und sollte stattdessen lieber aufs Laufband gehen und auf besseres Wetter und Sonnenschein warten? Nein, denn ein Regenlauf hat viele Pluspunkte, an die Du bestimmt noch nicht gedacht hast.

1. Laufen im Regen stärkt Dein Immunsystem

Um Deine Abwehrkräfte zu stärken, ist ein Lauf im Regen und Wind einfach perfekt. Besonders bei kalten Temperaturen stärkst Du damit Dein Immunsystem. Allerdings nur, wenn Du beim Training richtig angezogen bist, aber dazu später mehr. Wenn Du bei kalten Temperaturen und Regen laufen gehst, verbesserst Du Deine Thermoregulation. Dadurch kühlt Dein Körper im Sommer effizienter ab und hält Dich im Winter besser warm, so dass Du weniger frierst. Du wirst auf Dauer widerstandsfähiger und weniger oft krank.

2. Leere Straßen, Parks und Wälder

Schlechtes Wetter hat den Vorteil, dass die meisten Läufer lieber zu Hause oder im Fitnessstudio bleiben und Du den Park ganz für Dich allein hast. Während Deine Laufstrecke an warmen Frühlingstagen völlig überfüllt ist, kannst Du dich jetzt ganz auf Dich und Deinen Lauf konzentrieren. Klingt doch super!

3. Gute Vorbereitung für Wettkämpfe

Egal, ob Du beim nächsten 10km-Stadtlauf mitmachen möchtest, oder auf einen Halb- oder Marathon trainierst: Die Wettersituation am Wettkampftag kannst Du nicht beeinflussen. Deshalb ist es schlau, wenn Du Dich auch während Deines Trainings schon auf solche Eventualitäten wie Regen, Wind und Kälte vorbereitest und regelmäßig auch bei Regen raus gehst. Du bist es dann schon gewohnt und Dein Körper kann sich schnell darauf einstellen. Damit hast Du einen kleinen Vorteil gegenüber Deinen Mitstreitern.

4. Überwinde Deine mentalen Grenzen

Um bei widrigen Wetterbedingungen laufen zu gehen, musst Du Deinen inneren Widerstand überwinden und Dich motivieren, auch mal unangenehmeres in Kauf zu nehmen. So gewinnst Du auf Dauer mehr mentale Stärke. Den gleichen Effekt bekommst Du auch, wenn du unter die kalte Dusche oder ins kalte Wasser springst. Du gewinnst auf Dauer außerdem an Selbstbewusstsein, weil Du Dich immer wieder überwindest und gesetzte Ziele durchziehst.

5. Mehr Leistung: Regen als Power-Boost

Tatsächlich ist der Körper und der Geist im Regen leistungsbereiter als bei schönem Wetter. Zum einen kühlen die Regentropfen von oben, Du gerätst dadurch nicht so leicht ins Schwitzen. Zum anderen möchtest Du schnell vorankommen und läufst deswegen etwas schneller als sonst. Beides pusht Dich und Deine Leistung.

Das solltest du beim Joggen im Regen beachten

Trotz der Vorteile solltest Du nicht unvorbereitet im Regen laufen, sondern einige Tipps befolgen. Es besteht natürlich die Gefahr der Unterkühlung oder auch für Verletzungen, die Du vermeiden willst. Am wichtigsten ist deshalb gute und die richtige Laufkleidung, die Deinen Körper warm und trocken hält.

1. Tipp: Mit der richtigen Laufkleidung bei Regen bleibst du motiviert

Joggen Regenjacken Tipps

Eine gute Laufjacke hält Dich bei Regen trocken

Das Herzstück eines Regen-Laufoutfits bildet natürlich die Laufjacke. Hier gibt es verschiedene Varianten. Wasserdichte Laufjacken halten den Regen komplett ab, sind aber auch weniger atmungsaktiv. Leicht wasserabweisende Jacken halten den Regen bis zu einem gewissen Grad ab. Du solltest auf jeden Fall darauf achten, dass Deine Jacke eine sehr hohe Atmungsaktivität und ein gutes Feuchtigkeitsmanagement besitzt, damit Du unter der Jacke nicht zu stark schwitzt. Im Sommer trägst Du unter der Laufjacke ein kurzärmliges Laufshirt, im Winter ein Langarmshirt. Bei warmen Temperaturen macht es nichts aus, wenn die Jacke nicht komplett wasserabweisend ist.

Bedecke Deinen Kopf

Wichtig ist natürlich auch eine Kopfbedeckung. Am besten funktionieren Caps, denn sie halten den Regen von Deinem Gesicht ab. Dein Kopf bleibt warm und trocken und das Risiko einer Erkältung verringert sich. Zwar wird weniger Wärme über den Kopf abgegeben als früher angenommen, trotzdem ist ein warmer Kopf angenehm!

Rutschfeste Laufschuhe und gute Laufsocken

Welche Laufschuhe eignen sich am besten für Läufe im Regen? Wenn Du als Hobbyläufer unterwegs bist genügen Deine normalen Laufschuhe, sofern sie noch ein gutes Profil und eine rutschfeste Sohle besitzen. Es gibt zwar auch wasserfeste Laufschuhe, solche sind jedoch viel steifer und schwerer und natürlich weniger atmungsaktiv. Du kommst also eher ins Schwitzen. Ein bisschen Feuchtigkeit im Schuh ist kein Problem. Dafür solltest Du darauf achten, dass du spezielle Laufsocken trägst, die eng am Fuß anliegen und aus Funktionsmaterialien sind. Denn wenn Socken feucht werden können sie gerne mal reiben. Laufsocken aus Funktionsfasern sind außerdem atmungsaktiv und schnelltrocknend.

2. Tipp: Zieh Dich nicht zu warm an und setze auf das Zwiebelprinzip

Zwiebelprinzip bei Regen

Bei kühleren Temperaturen neigen viele Läufer dazu, sich viel zu warm anzuziehen. Dadurch geraten sie dann schneller ins Schwitzen. Weil die Kleidung feucht wird steigt auch die Gefahr einer Verkühlung der Muskeln und einer Erkältung.

Merke Dir einfach, dass Du Dich beim Laufen immer 10°C kühler anziehst, als Du es für einen normalen Spaziergang tun würdest. Schließlich bewegst Du Dich viel und Dein Körper heizt schneller auf.

Anstatt nur einer dicken Schicht setzt Du lieber auf das Zwiebelprinzip oder Schichtensystem. Dabei ziehst Du Dir mehrere dünnere Schichten übereinander, die Du bei Bedarf ausziehen und umbinden kannst. So läufst Du nicht Gefahr zu überhitzen, weil Du beispielsweise unter Deiner Regenjacke nur ein dickes, langärmliges Thermo-Laufshirt trägst. Besser wäre hier ein dünnes Funktionsunterhemd, ein Funktions-Laufshirt und bei Bedarf noch ein Langarmshirt unter der Jacke.

3. Tipp: Plane deine Laufrunde gut

Laufrunde im Regen planen

Beim Laufen im Regen möchtest Du natürlich auch vermeiden, dass Dein Körper unterkühlt. Das kann dann passieren, wenn Du Deinen Lauf beendest und Dich danach noch längere Zeit bewegungslos draußen aufhältst. Aus diesem Grund solltest Du Deinen Lauf gut planen:

  • Optimalerweise beginnst und beendest Du Deinen Lauf direkt vor Deiner Haustür. So kommst Du sofort nach dem Lauf ins Warme und kannst direkt unter die Dusche springen.

  • Generell solltest Du nasse Klamotten direkt zu Hause ausziehen und erstmal auf das Dehnen nach dem Laufen verzichten. Dehnen ist wichtig, aber je länger die nassen Sachen an Dir kleben, desto eher kannst Du Dir eine Verkühlung holen. Dehne Dich in diesem Fall lieber nach dem Duschen ausgiebig.

  • Das Dehnen vor dem Laufen solltest Du besser noch zu Hause absolvieren. Wärme Dich drinnen gut mit Mobilitätsübungen auf, bevor Du Dich in den Regen begibst. Achte auch darauf, vor dem Lauf nicht zu stark ins Schwitzen zu kommen.

  • Überprüfe vor dem Lauf Deine Wetterapp oder checke den Regenradar, ob eine stärkere Regenfront oder gar ein Sturm aufzieht. Laufen bei leichtem oder mittlerem Regen macht Spaß – bei sintflutartigen Niederschlägen solltest auch Du besser aufs Laufband umsteigen!

  • Bedenke bei Deiner Laufstrecke, dass der Untergrund rutschig werden könnte. Insbesondere bei viel nassem Laub wird so ein Lauf schneller zur Rutschpartie. Besser sind freigeräumte Wege ohne zu große Pfützen. Deshalb ist es auch besser, an Regentagen auf sehr intensive Einheiten zu verzichten und eher auf langsamere Ausdauerläufe zu setzen.


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